Der Bachelorabschluss markiert nicht das Ende unseres Weges, sondern den Beginn eines neuen Abschnitts: den Übergang in die klinischen Jahre – die Zeit war intensiv, und wer glaubt, ich übertreibe, dem möchte ich nur die Bachelorprüfung im Sommer in Erinnerung rufen. (…) Unsere Lerngruppen haben zum Teil mehr Zeit miteinander verbracht als andere in drei Jahren Beziehung … Als wir angefangen haben, war vieles noch abstrakt – jetzt beginnt der Teil, in dem Medizin lebendig wird. Wir werden Patient*innen sehen, Verantwortung übernehmen, Fehler machen und daraus lernen, wachsen. Und das müssen wir nicht allein bewältigen – wir gehen diesen Weg gemeinsam, Seite an Seite mit Menschen, die genau wissen, wie sich all das anfühlt. Lasst uns heute also feiern – nicht das Ende eines Weges, sondern das Erreichen eines besonderen Meilensteins. Wir dürfen stolz sein: auf das, was wir gelernt, geleistet und zusammen durchgestanden haben. Und gleichzeitig dürfen wir gespannt sein auf das, was jetzt kommt. In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass wir den Mut, die Neugier und den Teamgeist, also all das, was uns hierhergebracht hat, mitnehmen in die nächsten Jahre – dorthin, wo Medizin wirklich beginnt: am Menschen. Dem griechischen Arzt Hippokrates (460–370 v. Chr.) wird der Spruch zugeschrieben: „Lasst Nahrung eure Medizin sein und Medizin eure Nahrung.“ Auch heute ist der Zusammenhang von Ernährung und Gesundheit immer noch ein zentrales Thema der Forschung. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass die Ernährung einen direkten Einfluss auf die Entwicklung von chronischen Krankheiten hat. Ein hoher Konsum von Zucker etwa bedroht schon bei Kleinkindern die Zahngesundheit, ein Übermaß an verarbeiteten Lebensmitteln und gesättigten Fetten kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Mahlzeiten reich an Ballaststoffen, Obst und Gemüse, aus frischen, klug gewählten Zutaten beugen vielen Krankheiten vor. Salzarme Speisen stärken unser Immunsystem, vegetarische Kost normalisiert den Blutdruck. Wer viel Gemüse und Fisch isst, senkt langfristig sein Risiko, an Alzheimer zu erkranken, so eine Untersuchung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen. Auch bei Diabetes spielt die Ernährung eine Schlüsselrolle: Ein hoher Anteil an raffinierten Kohlenhydraten und Zucker kann das Risiko für Typ-2-Diabetes signifikant erhöhen, während eine ausgewogene Ernährung mit Vollkornprodukten und Ballaststoffen helfen kann, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Regelmäßiger Konsum von Antioxidantien, die in Beeren, Nüssen und dunklem Blattgemüse gefunden werden, kann helfen, den Körper vor oxidativem Stress und Entzündungen zu schützen, was wiederum das Risiko für viele chronische Krankheiten reduziert. Die Rockefeller Foundation hat gerade 100 Millionen Dollar für Forschung auf diesem Gebiet bereitgestellt. Es gibt in den USA sogar Pläne, ärmeren Menschen entsprechend gesunde Nahrung auf Rezept zu geben. Die Ausgaben in den USA aufgrund von Fehlernährung liegen derzeit bei 1,1 Billionen Dollar, das ist genauso viel, wie für Nahrung ausgegeben wird. Das Thema Gesundheit und Ernährung nimmt bereits jetzt einen wichtigen Platz in der studentischen Ausbildung an der Danube Private University (DPU) ein und steht auch im Fokus der Heracles-Hebe-Stiftung der DPU. Informationen zu gesunder Ernährung werden beispielsweise durch Vorträge und Kochveranstaltungen vermittelt. Dabei geht es nicht nur um die Vermeidung von Übergewicht, auch die psychische Gesundheit profitiert von gesundem Essen; so beeinflussen „gehirnfreundliche“ Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren, B-Vitamine oder Magnesium sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Stimmung messbar positiv. In der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren erstreckt sich der Forschungsbereich Gesundheit über sechs verschiedene Forschungszentren. Der Grundgedanke dabei ist: Wer sich gesund ernährt, kann zahlreichen Krankheiten vorbeugen. Helmholtz-Forscher*innen liefern Argumente für einen bewussteren Umgang mit unseren Mahlzeiten und entwickeln erste Therapien gegen Fehlernährung. Am 7. und 8. Mai 2026 stellen Expert*innen unterschiedlicher Helmholtz-Zentren im Rahmen des Symposiums „Gesundheit und Ernährung“ ihre Forschungsergebnisse vor. Der frühere Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Prof. Otmar D. Wiestler, moderiert Vorträge zum Beispiel von Prof. Maria Keller („Epigenetische Effekte der Grünen Mittelmeerdiät“), Prof. Antje Körner („Fettleibigkeit und metabolische Begleiterkrankungen bei Kindern“), Prof. Mathias Heikenwälder („Einfluss einer fett- und zuckerreichen Ernährung bei der Entstehung von Krebserkrankungen“) und Prof. Matthias Tschöp, dem Erfinder der Abnehmspritze („GLP-1 und seine vielfältigen metabolischen Wirkungen“). Dieses spannende Programm wird abgerundet durch einen Vortrag von Prof. Christoph Huber, dem Mitbegründer von BioNTech, zum Thema „Translating Science into Survival“. Interessent*innen wenden sich an: Veranstaltungen@DP-Uni.ac.at Mit dem Bachelorabschluss Humanmedizin auf dem Weg zum Dr. med. univ., in die Universitätskliniken der Danube Private University (DPU) © Nik Pichler Die Studiengruppensprecher*innen der MED4, Anton Cichos BSc und Lorena Hoffmann BSc Auszug aus der Rede der MED4 zur Graduierung zum Bachelor of Science Humanmedizin Danke an alle Dozierenden: Sie haben uns gezeigt, dass Medizin nicht nur Wissenschaft, sondern vor allem Menschlichkeit ist. Sie haben uns gefordert, ermutigt und inspiriert – und manchmal auch einfach zum Durchhalten motiviert. © Nik Pichler © Nik Pichler MED4 MED5 7. und 8. Mai 2026, Athenäum der Danube Private University (DPU) Gesundheit & Ernährung Von Hon.-Prof. (DPU) Prof. Dr. Wolfgang Knoll, wissenschaftlicher Berater der DPU
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