DPU - Tribune 30

Hier in der wunderschönen Wachau, in der wir unsere Studienjahre verbringen durften, ist die Weintraube mehr als nur eine Frucht. Sie ist ein Symbol für Wachstum, Hingabe und Handwerkskunst. Wie diese Trauben, die in den Weinbergen heranwachsen und später zu edlen Weinen reifen, haben auch wir einen solchen Prozess durchlaufen. Doch zu besagten Weinen wären wir nicht gereift, wenn es nicht unsere Professor*innen gegeben hätte. Wie Winzer, die mit Geduld und Sorgfalt die besten Reben pflegen, haben unsere Professor*innen uns begleitet. Sie haben uns gelehrt, das Beste aus uns herauszuholen. Sie haben uns geholfen, unsere Kenntnisse zu verfeinern und unsere Fertigkeiten zu entwickeln. In den ersten Semestern waren wir noch wie junge, wilde Trauben, die Orientierung und Pflege benötigten. Doch durch ihre Anleitung haben wir gelernt, auf uns selbst zu vertrauen und die Herausforderungen des Studiums anzugehen. Jede Vorlesung, jede praktische Übung war wie ein sorgfältig geplanter Schritt im Weinanbau. Wie der Winzer, der die Trauben im richtigen Moment liest, haben uns unsere Professor*innen und Ärzt*innen in den letzten Jahren darauf vorbereitet, nun erfolgreich in den Praxisalltag zu starten. Sie haben uns nicht nur mit Wissen genährt, sondern auch mit Werten wie Empathie, Verantwortung und Ethik. Das Besondere an einem Weinberg ist jedoch nicht nur die Kunst des Winzers, sondern auch die Gemeinschaft der Trauben. Während unserer Studienzeit haben wir enge Bindungen geknüpft, ähnlich wie die Reben, die sich gegenseitig stützen. Wir haben uns gegenseitig ermutigt, unterstützt und unsere Stärken ausgebaut. So stehen wir heute hier nicht nur als Einzelpersonen, sondern als ein starkes Team. Es sind die gemeinsamen Jahre in den Hörsälen und der Klinik, die geselligen Abende sowie die Momente des Lachens, die uns miteinander verbinden. Und genau wie der Wein, der sich durch die unterschiedlichen Witterungen und Jahreszeiten kämpft, sind auch wir gewachsen und gestärkt von diesen Erfahrungen. Lasst uns also, wie die erlesensten Trauben im Weinberg, die besten Früchte unserer Anstrengungen ernten und mit dem Wissen, das wir gesammelt haben, helfen, heilen und Lebensqualität schaffen oder sogar zurückgeben. Wir sind uns sicher, wir alle werden Großes schaffen! Studieren, wo andere Urlaub machen Auszug aus der Dankesrede der G23, Graduierungsfeier im September 2025 © Nik Pichler © Nik Pichler © Anita Wimmer Von Dr. med. dent. Andreas Schmittinger und Dr.in med. dent. Carolin Häring Prof. Dr. Michael Maul, Intendant des Bachfestes Leipzig „Bachs Musik begeistert, heute mehr denn je. Auf den großen Streaming-Plattformen ist er – deutlich vor Mozart und Beethoven – der am meisten aufgerufene Komponist. Auf der 27 Musikstücke umfassenden ‚golden record‘ der NASA – seit 1977 in den Voyager-Sonden Richtung fremder Galaxien unterwegs – ist Bach als einziger mit gleich drei Kompositionen vertreten. Auf Erden trägt die Bach-Begeisterung überall Blüten, am sichtbarsten in den unzähligen Chören und Gesellschaften weltweit, die unter seinem Namen existieren, um seine Werke zu singen, zu spielen oder zu hören“, so Prof. Dr. Michael Maul, Intendant des Bachfestes Leipzig, im Buch „J. S. Bach. ‚Wie wunderbar sind deine Werke!‘“ Von den unterschiedlichen Freund*innen der Bachmusik wird Michael Maul zu Kompositionen von Bach sehr häufig berichtet, dass sie so fasziniert seien von der beeindruckenden Architektur des einzigartigen polyphonen und harmonischen Reichtums, weil diese Musik direkt zu ihnen spreche und ihnen in schwierigen Situationen – vor allem auch während der Coronapandemie – Kraft und Trost gebe. Die Musik von Johann Sebastian Bach spricht Menschen verschiedenster Herkunft und Weltanschauung an, sie ist universell und bietet vor allem auch Gesundheitsimpulse. Am 4. Juli 2026 wird der Astronaut Gerhard Thiele aus den Tagebüchern seiner kosmischen Reise lesen, begleitet von Bildern aus dem unerschöpflichen Kosmos und der Musik von Johann Sebastian Bach, vorgetragen von Musiker*innen der Stardust Sinfonie. Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. Franz Renz berichtet über seine Forschungen an Steinen vom Mars und vom Mond und bringt sogar welche zu Demonstrationszwecken mit. Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Michael Maul, Intendant des Bachfestes Leipzig. Am 5. Juli 2026 ist es möglich, in kleinen Gruppen Bach virtuell zu erleben und Geschichten aus seinem Leben nach einem Drehbuch von Prof. Dr. Michael Maul, der eine preisgekrönte Biografie zum Komponisten verfasst hat, zu vernehmen. Johann Sebastian Bach wird virtuell berichten, hin und wieder auf dem Cembalo seine Kompositionen erklingen lassen. Leser*innen der „DPU Tribune“ sind eingeladen, diese Veranstaltung gemeinsam mit Studierenden und Alumni der DPU zu besuchen. Wir bitten um Anmeldung bis 12. Juni 2026 an Veranstaltungen@DP-Uni.ac.at. Ein besonderes Highlight der extracurricularen Aktivitäten an der DPU 4.–5. Juli 2026 Studierende, deren Eltern und Freunde der Universität sind eingeladen. Bach for Peace/Virtual Bach

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